Wellness by Michael Tomasini

Woche 01 (2026-W01): Neues Jahr im Transit

Die innere Mitte bewahren, während sich alles bewegt

Auf Instagram wird eine Version der Feiertage gezeigt, die beschaulich wirkt.

Und dann gibt es noch die Realität: Koffer, Bahnsteige, Zeitzonen, Familienlogistik und der emotionale Umschwung, sich von einem Ort zu verabschieden und gleichzeitig im nächsten ganz präsent zu sein.

Diese Woche gab es die Originalversion.

Wir waren noch in Japan bis zum 1. Januar, Und dann kehrten wir nach Deutschland zurück und schalteten in den Familienmodus: zuerst zurück zur Wohnung meines Schwagers in Berlin für ein paar Tage, dann zu meinem Schwiegervater An 3. Januar, und schließlich nach Hause Chemnitz noch in derselben Nacht.

Es war eine Woche der Übergänge – und Übergänge sind der Punkt, an dem Gewohnheiten entweder verschwinden… oder sich als real erweisen.

Japan bis zum 1. Januar: das Gefühl der “letzten Tage”

Das Ende einer Reise ist eine ganz eigene emotionale Phase.

Die ersten Tage sind voller Aufregung und Neuheit. Die mittleren Tage kehren zum gewohnten Rhythmus zurück. Und die letzten Tage vermitteln dieses Gefühl von “Moment mal, es geht zu Ende” – besonders wenn man als Familie reist und merkt, wie jeder die Erinnerungen in Echtzeit festhält.

Ich will nicht so tun, als wäre ich vollkommen ausgeruht oder perfekt strukturiert gewesen. Aber mir war etwas Wichtiges bewusst:

Wenn man reist, wird Wellness nicht mehr zur Routine, sondern zum Erlebnis. Beziehung.

Ein unvollkommenes Verhältnis zum Schlaf.

Ein ungewohntes Verhältnis zum Essen.

Eine Beziehung zur Bewegung, die beispielsweise aus Spazierengehen und Erkunden anstatt aus Training bestehen kann.

Und das ist kein Scheitern. Das ist die Realität.

1. Januar: Der Umschwung vom Reisen zum Familienleben

Dann kam die schwierigste Schicht: Japan verlassen und ins “Heimatleben” zurückkehren” — nicht direkt nach Hause, sondern in die Familienhäuser hinein, was eine ganz eigene Intensität darstellt.

Die Rückkehr von einer längeren Reise ist selten erholsam. Es ist ein Tausch:

  • von Abenteuerlogistik bis hin zu Haushaltslogistik
  • von “Wir erkunden” zu “Wir koordinieren”
  • von Neuheit zu Wiedereintritt

Und weil es so war Neujahr, Hinzu kommt dieser unsichtbare Druck, sofort entscheiden zu müssen, was das nächste Jahr “bedeutet”.

Meine ehrliche Meinung: Die ersten Januartage werden für wichtige Entscheidungen überbewertet.

Sie eignen sich besser für zwei Dinge:

  1. Erholung
  2. Die Grundlagen neu definieren

Berlin für zwei Tage: kurze Fenster, einfache Anker.

Wir verbrachten zwei Tage zurück in Berlin bei meinem Schwager.

In Wochen wie diesen neigen die Menschen dazu, zwischen Extremen zu schwanken:

  • “Ich werde gar nichts tun, ich bin völlig erschöpft.”
  • “Ich werde ab sofort alles in Ordnung bringen.”

Beides ist verständlich. Keines von beiden ist ideal.

Was (für mich) tatsächlich funktioniert, ist die Auswahl kleine Anker die keine perfekten Umstände erfordern.

Anker wie:

  • Gehen Sie spazieren, auch wenn Sie keine Lust dazu haben.
  • Wasser trinken vor dem Koffeinkonsum
  • Eine Mahlzeit essen, die ein Gefühl der Erdung vermittelt
  • ins Bett gehen, ohne zu versuchen, den Abend “zu gewinnen”.

Sie sind nicht glamourös. Aber sie bilden die Grundlage für Beständigkeit – insbesondere in Zeiten, in denen die Familie stark eingebunden ist.

3. Januar: Noch ein Umzug – zum Schwiegervater, dann nach Hause

Am 3. Januar reisten wir erneut: zum Haus meines Schwiegervaters und noch in derselben Nacht zurück nach Chemnitz.

Die letzte Etappe ist immer die, die einen am meisten fordert. Man ist schon müde, hat das Schlimmste hinter sich und das Ziel ist so nah, dass alles irgendwie nervig wirkt.

Und dennoch: Genau in diesem Moment kommt es am meisten auf Ihr System an.

Kein perfekter Trainingsplan. Keine perfekte Makronährstoffverteilung. Keine perfekte Datenerfassung.

Einfach eine ruhige innere Regel wie:

“Ich muss nicht alles machen. Ich muss nur die Grundlagen erledigen.”

Die Lektion der Woche: Beständigkeit ist portabel

Diese Woche hat mich an etwas erinnert, das ich jedem vielbeschäftigten Berufstätigen (und jedem Elternteil) mitgeben möchte:

Sie brauchen keine perfekte Routine. Sie brauchen eine, die Sie flexibel nutzen können.

Ein portables System basiert auf Verhaltensweisen, die überleben:

  • Reisetage
  • Familientage
  • Jetlag
  • gestörte Mahlzeiten
  • unregelmäßiger Schlaf
  • das emotionale “Rauschen” der Übergänge

Das ist nichts Dramatisches. Das taugt nichts für ein Motivationsposter.

Aber genau das ist es, was einen tatsächlich voranbringt.

Kleines Experiment für nächste Woche (Startzeit unter 2 Minuten)

Nach reiseintensiven Wochen wende ich die “3-Anker-Reset-Methode” an:

  1. Ein kurzer täglicher Spaziergang (auch nur 10 Minuten).
  2. Wasser vor Koffein
  3. Ein gleichbleibender Auslöser für das Zubettgehen (immer dieselbe kleine Routine)

Keine Heldentaten. Nur Stabilität.

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