Istanbul-Reisewoche: Fastenläufe, Kundengespräche, Jetlag – und wie man den Betrieb aufrechterhält
Istanbul war eine dieser Wochen, in denen man das Gefühl hat, der Kalender fahre Auto.
Lange Reisetage. Meetings beim Kunden. Jetlag, bei dem das Gehirn erst nach einer gewissen Verzögerung richtig in Schwung kommt. Und nach den Meetings? Die zweite Schicht: Nachbereitung, Arbeitserledigungen aufholen und die Vorbereitung auf Montag in Irland.
In Wochen wie diesen schlagen die Menschen üblicherweise einen von zwei Wegen ein:
- “Ich bin auf Reisen, daher ruht meine Gesundheit.”
- “Ich muss perfekt sein”, was sich bereits am zweiten Tag als Trugschluss erweist.
Ich habe eine dritte Möglichkeit kennengelernt: das System in Bewegung halten.
Das bedeutet nicht maximales Training oder kompliziertes Tracking. Es bedeutet eine minimale, effektive Routine, die verhindert, dass man in der Woche “feststeckt”.”
Was ich tatsächlich getan habe
Morgendliche Läufe im nüchternen Zustand vor Meetings.
Nicht heroisch. Einfach nur beständig. Selbst kurze Läufe vermitteln ein Gefühl der Kontrolle, wenn alles andere von jemand anderem geplant wird.
Die Realität nach dem Meeting: Arbeit + Erschöpfung.
Nach den Meetings hatte ich noch Arbeit zu erledigen – das Ziel waren also keine Straf-Workouts. Vielmehr ging es darum, zu verhindern, dass “Entscheidungsmüdigkeit” in unkontrolliertes Essen und Bewegungsmangel umschlägt.
Meine Reisewochenroutine
- Frühzeitig losfahren (sogar 20 Minuten vorher).
- Eine kurze Krafteinheit in dieser Woche
- Proteinreiche Mahlzeiten, wenn die Auswahlmöglichkeiten unübersichtlich sind
- Leckereien sind eine bewusste Entscheidung (man wählt sie bewusst, man lässt sich nicht einfach darauf ein.)
Es handelt sich nicht um ein Transformationsprogramm. Es handelt sich um ein Stabilitätsprogramm.
Warum ich glaube, dass das funktioniert (ohne den ganzen Hype)
Fettgewebe ist kein passiver Speicher. Es ist metabolisch aktiv, und der Lipidumsatz ist ein realer Bestandteil der menschlichen Physiologie.
Und überschüssiges viszerales Fett korreliert mit einem höheren Stoffwechselrisiko – deshalb ziehe ich es vor, die Entwicklung meines Taillenumfangs zu verfolgen, anstatt mich in Reisewochen obsessiv mit der Waage zu beschäftigen.
Bei den Laborwerten achte ich besonders auf die Triglyceride und ignoriere auch die Werte im nicht-nüchternen Zustand nicht, denn im wirklichen Leben wird nicht immer gefastet.
Die Version mit wissenschaftlichen Erläuterungen und Quellenangaben sowie die genaue Checkliste für die Reisewoche finden Sie hier: Keep the System in Motion

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