Wellness by Michael Tomasini

2025-W38 – Der schnellste Halbmarathon, der fast 1:30 Stunden erreichte

…und der Anzug, der danach nicht mehr passte

Was ist diese Woche passiert?

Am 21. September lief ich den Colmar-Halbmarathon mit zwei Zielen:

  1. in unter 1:30 Minuten ins Ziel kommen,
  2. Schneller fertig als mein Chef.

Eines dieser Ziele habe ich erreicht. Das andere habe ich knapp, aber bedeutsam verfehlt. Meine Zeit war 1:31:54—nah genug, um die Grenze des Möglichen zu spüren, und weit genug entfernt, um zu wissen, dass ich einen klügeren Anstoß brauche, um sie zu durchbrechen.

Ich bin das Rennen gelaufen gefastet, und ich habe erst wieder gegessen 23 Stunden nach dem Ende. Als ich am nächsten Morgen frühstückte, betrug die gesamte Fastenzeit etwa 36 Stunden.

Nach dem Rennen nahm ich einen Elektro-Mietwagen und fuhr zu Geschäftstreffen nach Lyon, wobei unterwegs obligatorische Ladestopps nötig waren – eine dieser modernen Reiseabläufe, die einen zum Langsamfahren zwingen, ob man will oder nicht.

Der Reise- und Wellness-Thread

Dieses Rennen war ein Zwischenschritt in einem längerfristigen Experiment: Kann ich trainieren und konstant Leistung bringen, während ich beruflich unterwegs bin, ohne eine komplizierte “perfekte Tagesroutine” zu benötigen?

Das Laufen im Fastenzustand ist für mich zur Normalität geworden, nichts Dramatisches mehr. Die größere Herausforderung ist nicht die Willenskraft, sondern der Aufbau eines Systems, das auch in Hotels, Flughäfen, bei Geschäftsessen und unvorhersehbaren Zeitplänen Bestand hat.

Der Halbmarathon hat mir bewiesen, dass die Grundlagen stimmen. Er hat mir aber auch gezeigt, woran ich noch arbeiten muss, um mich weiterzuentwickeln – insbesondere mit Blick auf mein größeres Ziel: einen Marathon im Fastenzustand unter 3:30 Stunden.

Der Moment, der mich überraschte

Irgendwann während dieser Geschäftsreise nach Frankreich hatte ich eine sehr praktische Erkenntnis: Mein Anzug war plötzlich viel zu groß. Nicht “etwas locker”. Sondern so groß, dass man froh ist, überhaupt einen Gürtel zu besitzen.

Das war ein eindeutiges Zeichen. Waagen schwanken. Fotos täuschen. Aber ein Anzug, der früher gut passte und jetzt nicht mehr? Das ist ein Beweis aus der Praxis.

Was hat sich nach dem Rennen geändert?

Nach Colmar reduzierte ich die Laufleistung und fastete weiterhin, veränderte aber den Zeitpunkt meiner Mahlzeiten, um nicht in einen festen Rhythmus zu verfallen. Außerdem verlagerte ich einen größeren Teil meines Trainings auf … Körpergewichtsübungen und Widerstandstraining zur Unterstützung des Muskelerhalts und der Muskelkraft.

Das Ziel war nicht nur, leichter zu werden. Das Ziel war, die Körperzusammensetzung zu verbessern – Fett durch Muskeln zu ersetzen – und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit in die richtige Richtung zu entwickeln.

Was ich gelernt habe

Das Fehlen von 1:30 war kein Versagen, sondern Feedback.

Diese Woche hat mir zwei Arten von Beweisen geliefert:

  • Leistungsnachweis (ich kann schnell und in hohem Tempo Rennen fahren), und
  • Lifestyle-Beweis (es verändert sich so stark, dass meine Kleidung es bemerkt, bevor mein Gehirn es vollständig erfasst).

Es hat mich auch daran erinnert, dass Training nicht nur aus Laufumfang besteht. Es geht um Struktur, Regeneration, Krafttraining und die Bereitschaft, den Plan anzupassen, anstatt stur daran festzuhalten.

Kleiner Fokus nächste Woche

Den Motor behalten, den Rahmen bauen: Eine kurze Widerstandsübung diese Woche, die Sie als unverzichtbar betrachten – wie Zähneputzen.

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